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Neben der obligatorischen Golfausrüstung gibt es noch eine ganze Palette an Golfzubehör. Das sind Ausrüstungsgegenstände, die man als Golfer nicht zwingend braucht, die aber in gewissen Situationen äußerst praktisch sein können. Wir haben hier die wichtigsten Golf Zubehörartikel zusammengestellt und stellen diese kurz vor. Hier handelt es sich vor allem um Zubehör, das in den meisten Listen nach dem Motto „Was gehört in einen Golfbag?“ genannt wird.

Golfhandtuch

Ein Golfhandtuch ist ein Handtuch, welches mit einem Ring bzw. Karabinerhaken am Golfbag befestigt werden kann. Sein Hauptzweck ist die Reinigung und Trocknung der Golfschläger während des Spiels. Wenn der Schläger durch Regen oder feuchtes Gras nass geworden ist, wischt man ihn mit dem schnell erreichbaren Handtuch einfach wieder trocken. Wenn der Schläger durch einen Schlag in den Rasen schmutzig geworden ist, wischt man ihn mit dem Golfhandtuch wieder sauber.

Mit dem Handtuch kann man sich natürlich auch die Hände trocknen oder den Schweiß von der Stirn abwischen. Golfhandtücher sind nicht nur praktisch, sondern auch günstig. Gute Golfhandtücher gibt es schon für ca. 10 Euro. Es kann durchaus Sinn ergeben, gleich zwei oder drei Golfhandtücher zu kaufen und sie jeweils für eigene Zwecke zu benutzen. Beispielsweise nimmt man eines für Nässe, eines für Schmutz und eines für Schweiß.

Golfschirm

Ein Golfschirm oder auch Golfregenschirm ist ein Schirm, der speziell an die Anforderungen von Golfern und Golferinnen angepasst ist. Golfschirme sind größer als normale Regenschirme und können an einem Trolley angebracht werden. Durch ihre Größe bleibt nicht nur die Ausrüstung trocken, denn in der Regel finden auch noch meist zwei Personen Schutz vor Niederschlag.

Da die Golfschirme eine besonders große Fläche abdecken, bieten sie natürlich auch dem Wind eine große Angriffsfläche. Aus diesem Grund sind Golfschirme stets besonders robust gebaut. Golfschirme sind aber nicht nur im Regen zu gebrauchen. Wenn man im Hochsommer mehrere Stunden in der prallen Sonne auf dem Golfplatz verbringt, freut man sich sicher über ein schattiges Plätzchen. Den Golfschirm kann man auch als Sonnenschirm benutzen und hat somit seinen mobilen Schatten immer mit dabei.

Golf Entfernungsmesser

Golf Entfernungsmesser sind praktische Helfer für Anfänger und Profis gleichermaßen. Die Geräte machen genau das, was man von ihnen vermutet, nämlich Entfernungen messen. Dabei gibt es zwischen den verschiedenen Geräten diverse Unterschiede, allein schon was die Messmethode und Genauigkeit betrifft.

Die günstigeren Geräte messen Entfernungen mittels GPS. Der Empfänger ermittelt die GPS-Koordinaten und berechnet die Entfernung zum Loch der Spielbahn. Der Spieler kann anhand der Daten schätzen, wie viele Schläge er noch bis dahin braucht und welche Schläger sich dafür am besten eignen.

Golf GPS-Geräte gibt es als Handheld, als Uhr und als App fürs Smartphone. GPS Uhren sind dabei besonders praktisch, denn vor dem Schlag genügt ein kurzer Blick aufs Handgelenk, um die Entfernung zum Ziel zu erfahren. Handhelds sind Geräte, die an Navigationssysteme erinnern. In der Regel verfügen diese Geräte über Karten der Golfplätze, sodass man nicht nur die Entfernung erfährt, sondern sich auch noch den weiteren Platzverlauf ansehen kann.

Apps für das Smartphone sind ebenfalls sehr praktisch, wenn man es beim Golfen dabei hat. So ziemlich jedes aktuelle Smartphone verfügt über einen GPS-Empfänger und ausreichend Speicherplatz für die Karten. Das Problem bei GPS-Geräten ist aber, dass nur die Entfernung zum Loch gemessen werden kann. Wer seine Schlagweite messen möchte, muss sich die Distanz von der Schlagposition merken und die Weite mittels der Entfernung am Landeort des Balles errechnen. Zuverlässig funktioniert das aber nur, wenn der Schlag gerade in Richtung Ziel geflogen ist.

Generell ist die Genauigkeit ein kleines Problem. Die Hersteller beziehen ihre Karten aus unterschiedlichen Quellen. Es ist durchaus normal, dass mehrere Geräte an derselben Position unterschiedliche Entfernungen anzeigen. Das liegt auch an der Genauigkeit mobiler GPS-Empfänger und eventuellen Signalstörungen bzw. -verzerrungen. Sicherlich hat jeder, der sein Smartphone häufiger zur Navigation zu Fuß benutzt, schon mal erlebt, dass er sich laut App mehrere Meter vom tatsächlichen Standort entfernt befand. Das ist bei Golf GPS-Entfernungsmessern nicht viel anders.

Wer es ganz genau haben möchte, sollte lieber zu Laser-Entfernungsmessgeräten greifen. Diese sind zwar etwas größer und unhandlicher als GPS-Geräte, dafür sind sie jedoch meist viel genauer. Der besondere Vorteil von Laser-Entfernungsmessern ist, dass nicht nur die Distanz bis zur Fahne gemessen werden kann. Man kann die Entfernung zu jeder Stelle in der Umgebung messen, zum Beispiel die zum nächsten Hindernis. Man kann nach dem Schlag aber auch die Weite des Schlags messen, wenn der Ball an seinem Zielort sichtbar ist. Das ist vor allem im Training ein großer Vorteil.

Benutzt werden Golf Laser-Entfernungsmesser wie Ferngläser. Je nach Modell können diese Geräte auch Höhenunterschiede oder Temperaturen messen. Anfänger brauchen meist keinen Golf-Entfernungsmesser. Sobald man aber so weit ist, dass man gezielt an seiner Schlagweite und Schwungtechnik arbeiten kann, können diese Geräte äußerst nützlich sein.

Weitere Pluspunkte für Golf-Entfernungsmesser sind die Beschleunigung des Spiels sowie die Schulung des Auges. Wenn nicht mehr lange geschätzt werden muss, wie weit es wohl noch ist, braucht man z.B. weniger Zeit für die Wahl des Schlägers. Wer regelmäßig Entfernungen und Schlagweiten misst, entwickelt mit der Zeit auch ohne Gerät einen deutlich besseren Blick für Entfernungen. Man sammelt schlichtweg Erfahrungswerte und kann Entfernungen nach und nach auch ohne technische Hilfsmittel schneller und präziser erkennen.

Golfregelwerk

Das Golfregelwerk ist so einfach, wie es kompliziert sein kann. Grundlegend gibt es im Golfsport 34 Regeln mit diversen Unterregelungen. Eigentlich sind die Regeln relativ klar. Da es sich beim Golf allerdings um ein Spiel unter freiem Himmel und in der Natur handelt, gibt es immer wieder Fälle, die im Regelwerk so noch nicht berücksichtigt wurden, da so eine Situation noch nie vorgekommen ist. Im Golf verhält es sich so, dass ungeklärte Situationen von den offiziellen Regelhütern geprüft und beurteilt werden. Im Laufe der Jahre ist das Regelwerk auf etwa 800 Seiten angewachsen, sodass selbst gestandene Profis selten alle Regeln im Kopf haben.

Es gibt selbstverständlich jede Menge Regeln und Regelentscheidungen, die Anfänger und Hobbygolfer nicht zwingend im Kopf haben müssen. Aber es ist nie verkehrt, eine Kompaktausgabe des Regelwerks in seinem Golfbag mitzuführen. Nicht nur als Anfänger kommt man ständig in Situationen, in denen man die Regeln nachschlagen muss. Dabei geht es schon um elementare Dinge wie „Der Ball ist in einem Sandbunker gelandet, wie darf ich ihn da rausholen?“ oder „Der Ball liegt jetzt unter einer beweglichen Parkbank, darf ich die Bank bewegen oder den Ball woanders hinlegen?“.

Im Regelwerk eines südafrikanischen Golfclubs heißt es zum Beispiel „Falls der Ball in gefährlicher Nähe eines Krokodils oder Nilpferdes zum Stillstand kommt, darf mit einem neuen Ball weitergespielt werden“.

Das letzte Beispiel ist für europäische Gegebenheiten sicherlich nicht relevant. Aber die anderen Beispiele zeigen typische Situationen, in denen man nicht nur als Anfänger bestimmt froh ist, wenn man in seinen Golfbag greifen und die Spieloptionen in solchen Situationen eben schnell nachschlagen kann.

Golf Zubehör Test

Für Golf Zubehör gilt im Grunde das gleiche. Große objektive Tests gibt es kaum bis gar nicht. Die allermeisten Testberichte von Golfbags, Golfschirmen etc. werden von Fachmagazinen veröffentlicht. Tests wie sie Stiftung Warentest durchführt sind aufwändig und teuer. Dafür ist das allgemeine Interesse schlichtweg zu klein.

Tests von Zubehör lassen sich allerdings objektiver durchführen als Tests von Golfschlägern. Immerhin kann man zum Beispiel bei Golfbags Aspekte wie Verarbeitung, Material, Anzahl und Position von Fächern und Taschen, Gewicht und noch weitere Faktoren bewerten und alles mit mehreren Golfbags vergleichen. Bei Laser-Entfernungsmessern kann man die Bedienbarkeit, Verarbeitung, Funktionen und Messgenauigkeit vergleichen und neutral bewerten.

Auch bei Zubehör liegt der Fokus meistens auf Equipment für Fortgeschrittene und Profis, da diese nun mal den größten Teil der Käuferschaft ausmachen und sich für Anfängerzubehör nur selten wirklich interessieren.