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Ohne Golfbälle kann kein Golf gespielt werden. Golfball ist aber nicht gleich Golfball, obwohl für den Laien alle Golfbälle gleich aussehen, abgesehen von unterschiedlichen Farben oder Markenaufdrucken. Tatsächlich sind sich alle Golfbälle ähnlich. Sie sind rund, haben eine bestimmte Größe, einen inneren Kern und eine äußere Hülle mit den signifikanten Einbuchtungen, den sogenannten Dimples.

Golfbälle werden in großen Stückzahlen hergestellt, da sie ja schließlich das Verbrauchsmaterial des Golfsports sind. Entsprechend günstig werden die ersten Modelle verkauft. Besonders günstig sind Golfbälle mit nur einem Kern. Diese haben meist eine sehr harte Hülle. Da der Ball beim Schlag recht wenig mitfedert, fliegen diese Bälle nicht besonders weit. Die Härte der Hülle führt dazu, dass die Bälle schneller kaputt gehen als Bälle mit mehreren Kernen.

Einkernige Golfbälle sollten nicht im richtigen Spiel benutzt werden. Sie eignen sich eher für den Einsatz auf der Range, wenn Abschläge geübt werden. Auch beim Training mit Hindernissen sind sie sehr nützlich. Da sie wenig kosten ist es nicht so schlimm, wenn man mal einen Ball in einem Wasserhindernis wie einem Teich versenkt. Anfänger können sie auch bei ihren ersten Gehversuchen auf dem Golfplatz benutzen, da es am Anfang besonders häufig vorkommt, dass die Bälle irgendwo landen, wo man sie nicht wiederfindet.

Fortgeschrittene Golfer sollten zu Golfbällen mit zwei oder mehr Kernen greifen. Die Bälle sind zwar teurer, aber dafür halten sie länger und lassen sich weiter und präziser schlagen. Besonders günstig sind sogenannte Lakeballs.

Lakeballs sind gebrauchte Golfbälle, die von ihren Besitzern nicht mehr gefunden wurden. Der Name rührt daher, dass die meisten Bälle in Wasserhindernissen verschwunden und von Tauchern geborgen wurden. Die Bälle werden getrocknet und wieder aufbereitet bzw. gereinigt. Diese Bälle gehen wieder in den Verkauf. Der Vorteil ist, dass Lakeballs deutlich günstiger verkauft werden als im Neuzustand.

Der Kauf von Lakeballs ist ein kleines Glücksspiel, da man nie weiß, wie lange ein Ball der Witterung ausgesetzt war und wie lange er zuvor bespielt wurde. Allerdings werden die gebrauchten Golfbälle im Rahmen der Reinigung einer Sichtkontrolle unterzogen und einer Qualitätskategorie zugeordnet. Ein geübtes Auge erkennt, ob ein Ball am Morgen noch fabrikneu in der Packung lag oder ob der ehemalige Besitzer den Verlust betrauert, weil er seinen abgewetzten Lieblingsgolfball verloren hat, der ihm über die letzten Jahre ans Herz gewachsen ist.

Damit die Lakeballs so günstig verkauft werden können, wird auf aufwändige Untersuchungen wie Röntgen oder Ultraschall verzichtet. Innere Schäden bleiben auch geübten Ballbewertern verborgen. Es ist also möglich, dass sich unter den Golfbällen das ein oder andere Mangelexemplar befindet. Für Anfänger sind Lakeballs aber trotzdem zu empfehlen, weil sie so an viele gute Markenbälle kommen können und das für einen Preis, für den sie im Laden vielleicht nichtmals halb so viele oder noch weniger Golfbälle dieser Qualität bekommen würden.